Die Dreieichbahn bei Frankfurt am Main / Germany
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Lageplan Bahnhofsumfeld Sprendlingen

 

Ist-Zustand vor der Modernisierung

Geplanter Zustand bzw. Veränderungen

Laut Netzverkehrsuntersuchung im Jahr 1988 durch den FVV sind in Sprendlingen an einem durchschnittlichen Werktag von Montag - Freitag 352 Ein- und Aussteiger.

Im Zuge der Modernisierung des Sprendlinger Bahnhofs wurde die Gleisanlage erneuert und die Gütergleise ausgebaut. Der gleisebenerdige Zugang wurde durch eine Unterführung mit behindertengerechten Rampen ersetzt. Auf den Bahnsteigen wurden überdachte Wartehäuschen errichtet.

Der Wg1-Tarifpunkt ist bereits in 9/88 aufgelassen. Im Bahnhof Sprendlingen sind gemäß RZ/1, UR 10, die Gleise 4, 5, 6 und 7 (Ladestraßengleise) mit den Weichen 3 und 8 sowie alle Güterverkehrsanlagen (Ladestraße, Rampen, Überdachung und Güterhalle, einschließlich des Bahnsteiges 1) entbehrlich.
Alle gemäß RZ/l, UR 10 entbehrlichen Anlagen sind bereits aus der Anlagenbuchhaltung der DB AG ausgebucht.
Gemäß RZ/3, Kb Frankfurt(M) Hgbf, sind das Gleis 1 sowie die Weiche 1 entbehrlich.

Der Bahnhof Sprendlingen wird gemäß vertaktetem Betriebsprogramm während der Hauptverkehrszeit von ca. 6.00 Uhr bis ca. 8.00 Uhr und von ca. 16.00 Uhr bis ca. 18.00 Uhr für insgesamt 4 Kreuzungen benötigt. Erforderlich sind somit nur noch 2 Gleise (durchgehendes Hauptgleis und Kreuzungsgleis), wobei Züge der Richtung Buchschlag-Sprendlingen - Dieburg nur nach Gleis 2 (neu) und Züge der Gegenrichtung nur nach Gleis 1 (neu) fahren. Dadurch sind nur 2 Ein- und 2 Ausfahrsignale erforderlich (Einsparung 2 Ausfahrsignale).

Um das vorgesehene Betriebsprogramm realisieren zu können, ist die Erhöhung der Ein- und Ausfahrgeschwin­ digkeit für beide Fahrwege erforderlich. Die vorhandenen Weichen der Bauform 300-1 : 9 (Hg = 40 km/h im abzweigenden Strang) sind deshalb durch Weichen der Bauform 500-1 : 12 zu ersetzen (neu Weichen 1 und 2) und durch Verschwenkung (Linienverbesserung) der Gleise 2 und 1 (Kreuzungsgleis) für eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h für beide Gleise herzustellen.

Der Verzicht auf die Nebengleise und alle Güterverkehrs anlagen ermöglicht die Einrichtung von zwei 0,76 m hohen und 120 m langen Außenbahnsteigen sowie den Bau eines schienenfreien Bahnsteigzuganges für Gleis 2 in etwa bei km 2,659.
Der Zugang zum Bahnsteig an Gleis 1 ist etwa in km 2,575 vorgesehen.
Durch Verlegung der beiden Einfahrweichen in Richtung des bautechnisch erforderlichen Mindestabstandes zu dem BÜ in km 2,371 (Richtung Buchschlag-Sprendlingen) und in km 2,803 (Richtung Ober Roden) lassen sich für beide Ausfahrsignale Gefahrpunktabstände von mindestens 50 m herstellen (DS 818, Abschnitt 16, § 7).

. Ersatzloser Verzicht auf das Stellwerk Sf
Bauart Einheit, Baujahr 1981

Mitte Empfangsgebäude bei km 2,555

Sprendlingen Weichenskizze 1993

Weichenskizze 1993

Fußgängerunterführung bei km2,628

Sprendlingen Weichenskize 1998



Weichenskizze 1998

Auf dem Kreuzungsbahnhof Sprendlingen wird im geplanten Zustand Richtungsbetrieb eingeführt. In den Kreuzungsbahn-höfen werden gleichzeitige Einfahrmöglichkeiten mit folgenden Parameter gefordert:
Von/nach Gleis 2 (durchgehendes Hauptgleis)
60 km/h von/nach Gleis 3 40 km/h.

Bahnhof Sprendlingen (Richtungsbetrieb)
Richtung Buchschlag-Sprendlingen -> Dieburg nur nach/aus Gleis 2 (neu) 60 km/h.
Gegenrichtung nur nach/aus Gleis 1 (neu) 60 km/h.

Rangierstraßen sind bei den künftigen Anforderungen nicht erforderlich.

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Neue Bahnsteige am Gleis 1 und 2
Länge: 120m
Höhe über Schienenoberkante: 0,76m
Zugang: Bahnsteig-Unterführung in km 2,628

Jeder Bahnsteig wird auf einer Länge von 60 m beschallt.

Wegen der beabsichtigten Auflassung und des Verkaufes der EG's ist jeder Bahnsteig auszustatten mit:
2 Wetterschutzhäusern, 1 Sitzbank (5 x 2 Sitze),
1 Fahrplanvitrine, 1 Streusandbox, 1 Papierkorb.

Elektrische Zuganzeiger sind nicht vorgesehen. Die Reisenden werden mittels Lautsprecheranlagen über den Zugverkehr informiert. Auf den Bahnsteigen sind Hinweisschilder "Nur Richtung ... (Zielbahnhof)" ausreichend.

Uhren: Auf jedem Bahnsteig ist etwa in der Mitte eine Uhr auf-zustellen.

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Die Fußgängerunterführungen (FU) sind geplant mit lw = 3,00 m und 1h = 2,50 m.

Als behindertengerechte Zuwegung werden Rampen gebaut, die mit 6 % Steigung geplant sind. Nach jeweils 15,5 m Entwicklungslänge werden mit 1% geneigte Zwischen-podeste vorgesehen. Die Breite beträgt 2,70 m (2,40 m + 2 x 0,15 m Handläufe/Kehrrinne). Zusätzlich werden Treppen als Bahnsteigzugänge bzw. Aufgang zum Gelände eingerichtet, die aufgrund der örtlichen Situation mit einer Breite von 2,70 m ausgeführt werden.

Die Fußgängerunterführungen erhalten einen Rahmenquerschnitt, die Rampen sind als Trogquerschnitt ausgebildet. Die Abmessungen entsprechen den statisch-konstruktiven Erfordernissen. Die Wände werden ebenso wie der Boden im Inneren verfließt.

Der Bodenbelag der FU ist mit einem Quergefälle von 1% geplant. Das anfallende Wasser wird über eine Sammelleitung in einen Versickerungsschacht eingeleitet, ebenso wie das über die Rampen und Treppen zufliessende Wasser.

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Die ferngestellten Einfahrweichen sind im Rahmen dieser Maßnahme mit Weichenheizungen auszustatten.

Sehen Sie hier einige Fotos der Bautätigkeiten:

Foto: A.Schöniger Foto: A.Schöniger
Der Blick am 17. August 1997 von der Güterhalle zum Bahnübergang bei Bahnkilometer 2,8.
Die Gütergleise sind bereits im April/Mai entfernt worden. Seit 1. Juli 1997 findet in Sprendlingen wegen der Bautätigkeiten kein Kreuzungsverkehr mehr statt.
Zur gleichen Zeit, der Blick zum Bahnhof.
Foto: A.Schöniger Etwas weiter in Richtung Bahnhof: die Hilfsbrücke für die Bahnsteigunterführung ist bereits eingebaut worden.
Foto: A.Schöniger
Foto: A.Schöniger
Der Stand der Arbeiten im November 1997. Die Sauberkeitsschicht der Rampen ist eingebaut.
Foto: A.Schöniger Foto: A.Schöniger
Eifrig gehen die Arbeiten an der Bahnsteigunterführung weiter. Der Stand der Arbeiten am 19. Februar 1998.
Foto: A.Schöniger Foto: A.Schöniger
Die östliche Rampe am Bahnhof im April 1998 ... ... und im Juli 1998.

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