Die Dreieichbahn bei Frankfurt am Main / Germany
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Ist-Zustand vor der Modernisierung

Geplanter Zustand bzw. Veränderungen

Laut Netzverkehrsuntersuchung im Jahr 1988 durch den FVV sind in Götzenhain an einem durchschnittlichen Werktag von Montag - Freitag 81 Ein- und Aussteiger.

Der Wgl-Tp Götzenhain wurde am 29.05.89 aufgelassen. Am durchgehenden Hauptgleis befindet sich ein Bahnsteig mit einer Nutzlänge von 197 m und einer Höhe von ca. 30 cm über Schienenoberkante, der bisher für beide Fahrtrichtungen genutzt wird. Der Zugang erfolgt über die Bahnhofstraße.

Alle verkehrlichen Anlagen und Nebengleise sind entbehrlich.

Zur Durchführung des zugrunde gelegten vertakteten Betriebsprogrammes ist der Neubau eines Kreuzungsbahn-hofes erforderlich. Dies ist durch die Entbehrlichkeit der Nebengleise und aller verkehrlichen Anlagen realisierbar.

Durch den Einbau von zwei neuen Weichen (1 und 2) für Ein-/Ausfahrgeschwindigkeiten von 60 km/h im zulässigen Mindestabstand vom BÜ in km 6,836 bzw. des Durchlasses in km 7,238 und den Neubau von Gleis 1 sind gleichzeitige Einfahrmöglichkeiten im Richtungsbetrieb mit 50 m Gefahrpunktabständen herzustellen.

Höhere Ein- und Ausfahrgeschwindigkeiten hätten hohe Sprungkosten durch die Inanspruchnahme von Fremdgelände (größerer Durchrutschweg) und der Zweigleisigkeit o. g. BÜ zur Folge.

Züge der Richtung Ober Roden - Buchschlag-Sprendlingen fahren dabei nach Gleis 1 (neu) und Züge der Gegenrichtung nach Gleis 2 ein.

Die beiden neuen Außenbahnsteige sind mit einer Länge von 120 m und einer Höhe von 0,76 m über Schienenoberkante auszustatten.

Eine neue Fußgängerunterführung (FU) ist bei km 7,0 vorgesehen.

Der Zugang zum neuen Bahnsteig 2 für Züge der Richtung Buchschlag-Sprendlingen - Ober Roden kann somit über den BÜ in km 6,836 und anschließend parallel zum Gleis verlaufendem neuen Fußweg bzw. auf Empfangsgebäude-Seite über oben genannte FU erfolgen.

Der Zugang zum neuen Bahnsteig 1 ist über einen neuen Fußweg parallel zum Gleis vom BÜ in km 6,836 und wie bisher über die Bahnhofstraße erreichbar.

Mitte Empfangsgebäude bei km 6,927






Weichenskizze 1993

Fußgängerunterführung bei km 7,007

Weichenskizze 1998

Seitens der Betriebsführung wurde bei Einrichtung von SZB zusätzlich ein sog. "Schlupfgleis" in Götzenhain gefordert, um Baumaschinen, Skl u. ä. vorübergehend abstellen zu können. Durch die nun vorgesehene ESTW-Technik kann auf das "Schlupfgleis" verzichtet werden.

Abschnitt Götzenhain (km 6,690 - km 7.910):

Im Bahnhof Götzenhain werden die Weichen W1, W2 und W4 sowie ca. 280 m Gleis zurückgebaut. Der Kreuzungsbahnhof wird durch den Einbau von zwei AB W 500 - 1:12 und den Neubau von Gleis 1 mit einer Länge von ca. 210 m realisiert.

Die Ein- und Ausfahrgeschwindigkeiten von bzw. nach Gleis 1 und Gleis 2 im Kreuzungsbahnhof Götzenhain sind mit v = 60 km/h angesetzt worden. So wurde erreicht, dass keine Veränderungen einerseits an dem BÜ ( km 6,835 ) und andererseits an dem Durchlass über den Hengstbach (km 7,237 ) vorgenommen werden müssen, da die zwei neuen Weichen innerhalb dieses Streckenabschnitts zum Liegen kommen. Für höhere Ein- und Ausfahrgeschwindigkeiten würde sich durch eine Änderung der Weichenlage aufgrund eines größeren Durchrutschweges neben der Inanspruch-nahme von Fremdgelände und dem Einbau von Weichen mit größerem Halbmesser ergeben, dass der BÜ zweigleisig werden würde. Diese Maßnahmen hätten hohe Sprungkosten zur Folge.

Auf dem Kreuzungsbahnhof Götzenhain wird im geplanten Zustand Richtungsbetrieb eingeführt. In den Kreuzungsbahnhöfen werden gleichzeitige Einfahrmöglichkeiten mit den rechts stehenden Parameter gefordert:

Bisher: freie Strecke

 

Neu: Kreuzungsbahnhof

Aus Richtung Ober Roden
nach Gleis 1 (neu) 60 km/h
aus Gleis 1 60 km/h

aus Richtung Buchschlag-Sprendlingen
nach Gleis 2 60 km/h
aus Gleis 2 80 km/h

Rangierstraßen sind bei den künftigen Anforderungen im Bahnhof Götzenhain nicht erforderlich.

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Im Bahnhof Götzenhain wird die Errichtung eines Stellrechnergebäudes notwendig. Darin werden die notwendigen technischen Einrichtungen integriert.

Technikgebäude A

Baubeschreibung:
Das Stellrechnergebäude soll als Fertigteilgebäude in Beton-plattenbauweise einschl. aller Fundamente und Entwässerungsanschlüsse komplett von einem Fertigteil-Hersteller oder in konventioneller Bauweise mit annähernd gleichen Abmessungen errichtet werden. Die signaltech-nischen Bauteile könnten gegebenenfalls in vormontierten Containern integriert werden. Hierzu wäre die Festlegung des Fachdienstes gefordert.

Abmessungen des Gebäudes :
B/L/H = 6,26,mJ12,26m/ca. 4,70 m
Dachform: Satteldach
Dachdeckung: Biberschwanzdeckung oder
Frankfurter Pfanne (rot)
Dachneigung: 25°- 28°
Dachentwässerung: Anschluss an vorhandenen Entwässerungskanal
Außenwand: Fertigteil-Sandwich-Elemente
Strukturputz (strukturierte Betonoberfläche), farblich an vorhandene Bebauung angepasst.
Installation Wannenausbildung mit feuerfesten Kabelein-führungen als Doppelboden E-Installation u. Blitzschutz-einrichtungen.

Der Tarifpunkt Götzenhain wurde zum 28.05.1993 aufgelassen.

Es ist geplant, in Götzenhain eine DIKOS 210 Schaltstelle zu montieren und mit dem DIKOS in Ober Roden zu vernetzen, die Betriebsfernmeldeanlagen in den Haltepunkten sollen über Interfacekarten angeschlossen werden.

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Jeder Bahnsteig wird auf einer Länge von 60 m beschallt.

Wegen der beabsichtigten Auflassung und des Verkaufes der EG's ist jeder Bahnsteig auszustatten mit:
2 Wetterschutzhäusern, 1 Sitzbank (5 x 2 Sitze),
1 Fahrplanvitrine, 1 Streusandbox, 1 Papierkorb.

Elektrische Zuganzeiger sind nicht vorgesehen. Die Reisenden werden mittels Lautsprecheranlagen über den Zugverkehr informiert. Auf den Bahnsteigen sind Hinweisschilder "Nur Richtung ... (Zielbahnhof)" ausreichend.

Uhren: Auf jedem Bahnsteig ist etwa in der Mitte eine Uhr auf-zustellen.

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Die ferngestellten Einfahrweichen sind im Rahmen dieser Maßnahme mit Weichenheizungen auszustatten.

Sehen Sie hier einige Fotos der Bautätigkeiten:

Bahnsteig Februar 1997 Bahnsteig September 1997
So präsentieren sich die Gleisanlage und die Bahnsteige im Februar 1997.
Der Blick im September 1997.
Halle Firma Totzek September 1997 Einbau Hilfsbrücke Oktober 1997
Die Halle der Firma Totzek im September 1997.
Ende Oktober 1997 wird für den Bau der Fußgängerunter-führung eine Hilfsbrücke eingebaut.
Hilfsbrücke Blick auf den Stellrechner
Anfang November, ein Blick auf die Hilfsbrücke.
Der Blick auf den Stellrechner. Das zweite Gleis ist ausgebaut, der alte Bahnsteig wurde entfernt.
Bahnsteigbau März 1998 Bahnsteigbau März 1998
Der Bau des Bahnsteiges im März 1998. Blick Richtung Sprendlingen ...
... und Richtung Ober Roden.
Unterbau für 2. Gleis Das 2. Gleis im April 1998
Die Unterbau-Arbeiten für das zweite Gleis, Anfang April 1998.
Einiges später im April: das zweite Gleis ist eingebaut. Auf dem Gleis ist der Arbeitswagen der Schweißer zu erkennen.
Gleiseinbau
Bahnsteigende April 1998
Anfang April: Blick Richtung Ober Roden ...
... und auf das Bahnsteigende mit dem Ausfahrtsignal.
Bahnsteigzugang von der Langener Straße Gleisbereich April 1998
Von der Langener Straße, der Zugang zum Bahnsteig in Richtung Ober Roden.
Der Gleisbereich im April 1998 ist fertig gestellt.
April 1998: Die Totzek-Lagerhalle und die Bahnsteigunterführung
Der Ausgang der Bahnsteigunterführung. Die Lagerhalle der Firma Totzek steht noch.
Gleisanlage Juli 1998 Gleisanlage Juli 1998
Die Eröffnung hat längst statt gefunden. Diese beiden Fotos entstanden im Juli 1998. Der Standort für das Fotos liegt zwischen dem Bahnübergang Langener Straße und dem Bahnhof.
Und der Blick entgegen gesetzt. Rechts hinter dem Wetterhäuschen ist der leere Platz zu sehen, auf dem früher die Firma Totzek residierte.

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